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Baryt

Baryt (griech. barys "schwer"), der auch als Schwerspat bezeichnet wird, ist ein farbloses oder weißes Mineral, das durch Spuren von Fremdbestandteilen unterschiedliche Farbtönungen enthalten kann. Baryt ist ein Bariumsulfat. Jedes seiner Moleküle enthält jeweils ein Barium- und ein Schwefelatom sowie vier Sauerstoffatome (BaSO4). Es ist besonders säure- und laugenbeständig. Baryt oder Schwerspat bildete sich vorwiegend in Gängen, die durch Einwirkung von heißem Wasser entstanden sind. Zudem erscheint er in Gesteinen, die an der Erdkruste aus Gesteinsschmelze entstanden sind. Ebenso ist er an Orten anzufinden, an denen es zu Ablagerungen gekommen ist (Sedimentgesteine). Größere Vorkommen an Baryt gibt es in Deutschland, Italien, der Tschechischen Republik, China und den USA.
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Base

Basen (griechisch, basé – "die Ausgangs-, Grundlage, das Fundament") sind im engeren Sinne alle Verbindungen, die in wässriger Lösung in der Lage sind, Hydroxid-Ionen (OH-) zu bilden, also den pH-Wert einer Lösung zu erhöhen. Hydroxid-Ionen sind chemische Verbindungen, die Protonen von einer Säure unter Bildung eines Wassermoleküls übernehmen können. Eine Base ist somit das Gegenstück zu einer Säure und vermag diese zu neutralisien.
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Befestigungstechnik

Die Befestigungstechnik dient der Befestigung von Konstruktionen an Bauteilen aus Stahlbeton, Mauerwerk, Holz und Stahl. Dazu gehören Verbindungselemente und Werkzeuge. Verwendet werden Bohrer für Stahl, Beton, Stein oder Holz und Dübel aus Metall, Kunststoff oder Holz. In der Fahrzeugtechnik und im Maschinenbau werden vor allem Schrauben, Bolzen und Nieten zur Befestigung eingesetzt. Folien, Stoffe, dünne Platten und Dämmmaterialien werden häufig mit dem Tacker befestigt.
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Berufsgenossenschaft

Die gewerblichen Berufsgenossenschaften sind die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung für die Unternehmen der deutschen Privatwirtschaft und deren Beschäftigte. Sie sind als Körperschaften des öffentlichen Rechts mit Selbstverwaltung organisiert und finanzieren sich ausschließlich aus Beiträgen der ihnen durch Pflichtmitgliedschaft zugeordneten Unternehmen. Sie haben die Aufgabe, Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten sowie arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren zu verhüten. Beschäftigte, die einen Arbeitsunfall erlitten haben oder an einer Berufskrankheit leiden, werden durch die Berufsgenossenschaften medizinisch, beruflich und sozial rehabilitiert. Darüber hinaus obliegt es den Berufsgenossenschaften, die Unfall- und Krankheitsfolgen durch Geldzahlungen finanziell auszugleichen. Quelle: » Wikipedia
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Berührungsschutz

Schutzvorrichtung an Bedienstationen bei Geräten, Maschinen, Produktionsautomaten etc. mit einer Mensch-System-Schnittstelle. Zum Beispiel der Metallschutz an einem Winkelschleifer oder die Schutzhaube der Kreissäge.
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Bindemittel

Bindemittel sind Stoffe, durch die Feststoffe mit einem feinen Zerteilungsgrad (z. B. Pulver) miteinander bzw. auf einer Unterlage verklebt werden. Bindemittel werden meist in flüssiger Form den zu bindenden Füllstoffen zugesetzt. Beide Stoffe werden intensiv vermischt, damit sie sich gleichmäßig verteilen und alle Partikel des Füllstoffs gleichmäßig mit dem Bindemittel benetzt werden. Durch die Art des Bindemittels können dem Füllstoff neue Verarbeitungs- und Materialeigenschaften verliehen werden. Hohen Bindemittelanteil an einem Baustoffgemisch, einer Keramik oder eines Farbmittel nennt man fett, niedrigen Anteil (hoher Anteil an Zuschlagstoffen) mager. Stoffe, mit denen feste Stoffe nur partiell miteinander verbunden werden, sind keine Bindemittel, sondern Klebstoffe.
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Biozide

Biozide sind chemische Stoffe oder Zubereitungen aus chemischen Stoffen, denen bestimmungsgemäß die Eigenschaft innewohnt, Lebewesen zu töten oder zumindest deren Lebensfunktionen einzuschränken. Diese Eigenschaft wird zur Bekämpfung von sogenannten Schadorganismen genutzt. Biozide werden nach Zielorganismen z. B. Algizide gegen Algen, Bakterizide gegen Bakterien, Fungizide gegen Pilze usw. eingeteilt. Das Biozidgesetz über das Inverkehrbringen von Biozid-Produkten definiert vier Hauptgruppen mit insgesamt 23 Biozid-Produktarten. Die Produktart Nr. 7 umfasst die Beschichtungsschutzmittel, die Produktart Nr. 8 bilden die Holzschutzmittel. Quelle:Umweltbundesamt
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Blanc fix (Permanentweiß)

Bariumsulfat in der Produktform Blanc fix ist ein synthetischer, also künstlich hergestellter, Füllstoff. Die Fällung des Bariumsulfids mit Natriumsulfat führt zu einem Produkt, das sehr feinkörnig aufbereitet werden kann. Als Barytweiß, Blanc fixe, Malerweiß, Puppenweiß ist gefälltes Bariumsulfat der weiße Füllstoff in vielen Malerfarben und Lacken. Es kann auch in Deckweiß enthalten sein. Im Colour Index wird Bariumsulfat, als synthetisches BaSO4 unter der Bezeichnung C.I. Pigment White 21 und als „natürliches“ Baryt unter C.I. Pigment White 22 geführt. Es ist hervorragend lichtecht und chemisch stabil.
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Blattgold

Die Goldschlägerei wird in Deutschland erstmals im Jahre 1373 urkundlich in Nürnberg erwähnt. Später, ab etwa 1700, entwickelte sich Schwabach (Mittelfranken) zu einer Hochburg der Goldschlägerei in Deutschland. Noch vor dem 2.Weltkrieg arbeiteten dort etwa 100 Unternehmen in diesem Erwerbszweig. Heute spricht man etwa von einem Dutzend Betriebe, die in dieser Gegend noch die Goldschlägerei betreiben.

Blattgold besteht entweder aus reinem oder aus legiertem Gold. Die gängigsten Sorten sind:

Weißgold 13 Karat
Grüngold 16,7 Karat
Citrongold 20 Karat
Gelbgold 21 Karat
Orangegold 22,75 Karat
Rotgold 23 Karat
Feingolde 24 Karat

Beim Blattgold wird unter hochkarätigen und niederkarätigen Sorten unterschieden. Die Bezeichnung Karat wird zur Angabe des Reinheitsgehalts von Gold verwendet und gibt an, in welchem Verhältnis Gold zu anderen Materialien in der Legierung steht. Die Angabe erfolgt in einer 24er-Teilung. Einkarätiges Gold enthält 1/24 Anteil Gold (= 4,166 Prozent oder 41,66 Promille) und 23/24 Anteile andere Stoffe. Gebräuchliche Feingehalte sind:

Gold 999: 24 Karat, Feingold, äußerst rein
Gold 900: 21,6 Karat, Münzgold
Gold 750: 18 Karat,
Gold 585: 14,04 Karat
Gold 583,33: 14 Karat
Gold 375: 9 Karat
Gold 333: 8 Karat

Zur Herstellung von Blattgold benötigt man Gold, Platin, Silber und Kupfer die bei einer Temperatur von 1100 Grad Celsius eingeschmolzen werden. Die Zusammensetzung der Legierung ist ausschlaggebend für den Farbton des Goldes. Zum Beispiel lässt ein höherer Kupferanteil das Gold rötlich erscheinen.

Die fertige Legierung wird zu einem Barren (auch Zain genannt) gegossen. Der erkaltete Goldbarren wird nun in einem Walzwerk in mehreren Arbeitsgängen gewalzt. Dabei entstehen 40 Millimeter breite Goldstreifen mit einer Stärke von ca. 1,5 - 2/100 Millimeter. Das entspricht etwa Zeitungspapierstärke. Zwischen jedem Walzvorgang wird das Goldband angewärmt, damit es für den nächsten Walzgang weich und geschmeidig bleibt. Die fertig gewalzten Goldbänder sind etwa 50 Meter lang. Daraus werden nun Quadrate von 40mm x 40mm geschnitten, die einzeln in die sogenannte Qutsche eingelegt werden.

Die Quetsche ist eine Schlagform aus Mongolfier-Papier. Vor dem „Einfüllen" wird die Quetsche "gebräunt". Der Braun ist ein spezieller Fasergips "Marienglas" oder "Wiener Kalk" und wird für die Goldschlägerei in einem speziellen Verfahren mit Seife versetzt. Er hat hauptsächlich die Verklebung des Goldes an den „Häutchen" beim Schlagen zu verhindern.
Die gefüllte Quetsche (etwa 500 Blatt) steckt in einem Kreuzband aus Leder und mit dem elektrischen Federhammer werden die Goldquadrate auf eine Größe von 120mm x 120 mm geschlagen. Die Dicke beträgt nun ca 1/300mm. In weiteren, sehr aufwendigen Arbeitsgängen werden die Goldblättchen mittels eines elektrischen Federhammers auf eine Stärke von etwa 1/800 mm und Größe von 140mm x 140mm getrieben.

Goldzurichterinnen bereiten jetzt das Gold für die sogenannte Dünnschlagform vor. Je nach Gewicht des Goldes und geforderten Endprodukt (z. B. Doppelgold oder normale Stärke) wird das gerissene Gold zwischen 5 cm große Holzbrettchen gelegt. Goldüberstände werden entfernt. Dann ist das Gold soweit vorbereitet, um in die sogenannte "Dünnschlagform eingefüllt zu werden.
Die Dünnschlagform besteht aus Kunststoff. Früher wurde Tierhaut verwendet, daher der heute noch verwendete Ausdruck „Häutchen". Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts handelte es sich dabei um Außenhaut des Blinddarms vom Rind. Um eine Schlagform erster Qualität herstellen zu können, brauchte man die Blinddärme von ca. 3000 Rindern.

Nach dem Befüllen der Dünnschlagform kommt es zum wichtigsten Teil der Blattgoldherstellung, der Schlagarbeit durch den Goldschläger. Die Arbeitsgeräte eines Goldschlägers sind der Goldschlägerstein und verschiedene Schlaghämmer. Der Goldschlägerstein ist ein hüfthoher in Sand eingelagerter Stein mit polierter Platte. Die Sandeinlagerung bewirkt eine hohe Absorbtion der Schlagenergie. Zu Beginn benutzt der Goldschläger den Anschlaghammer. Dieser hat ein Gewicht von 7500 Gramm und eine flache Platte zum Gold „auftreiben". Entwickelt sich das Gold während dieses Schlagvorganges nicht wie gewünscht, kommt das Spitzchen zum Einsatz. Es hat ein Gewicht von ca 1500 Gramm und eine stark gerundete Schlagfläche. Mit diesem Hammer kann er das Gold mit größerer Wirksamkeit "antreiben". Nach diesem Arbeitsgang hat das Blattgold eine gewisse Größe erreicht und es beginnt das "Ausschlagen" mit dem Ausschlaghammer. Er hat ein Gewicht von 5500 Gramm bis 9000 Gramm. Nach dem Ausschlagen beginnt das Fertig- bzw. Garmachen.
Hierfür verwendet der Goldschläger den sogenannten "Fertigmacher" mit einem Gewicht von 12500 Gramm. Nach diesem Arbeitsgang erreicht das Blattgold seine entgültige Größe und eine Stärke von ca. 1/8000mm bis 1/12000mm, je nach Vorgabe. Jetzt gibt es noch ein paar Schläge mit dem Ausschlaghammer. Er ist 5500 Gramm schwer. Diese Schläge helfen der Beschneiderin das Blattgold leichter aus der Schlagform zu nehmen.

Dazu nimmt die Goldbeschneiderin die Goldblätter mit einer Holzzange aus Ebenholz einzeln aus der Form und legt sie auf das Beschneiderkissen. Dies ist ein Watte gefüttertes mit Ziegenleder bespanntes Holzbrett. Darauf schneidet Sie die Goldblättchen mit dem Beschneidemesser auf das Format 80 x 80 mm zu und steckt sie in das Seidenblatt-Büchlein mit 25 Blättern. Übrigens: 1000 Blatt 80 x 80 mm ergeben 6,4 m² — der Materialverbrauch dabei beträgt 7,5 bis 19 g Gold, je nach Legierung.
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Bolus

Bolus kommt in der Natur in unterschiedlichen Farben vor. Seine Farben: weiß, rot, gelb oder grau. Es sind Erdpigmente die sich aus Ton, Tonerde und wasserhaltigen Aluminiumsiliakten zusammensetzen. Nach dem Beimischen von Bindemittel (tierische Leime) wird Bolus als Poliment bei der Polimenthochglanzvergoldung verwendet.
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Brandschutzbeschichtung

Als Brandschutzbeschichtung gelten Flammschutzmittel, auch Brandhemmer genannt, welche die Ausbreitung von Bränden einschränken, verlangsamen oder verhindern. Die sperrschichtbildenden Flammschutzmittel bauen im Brandfalle eine Schutzschicht (Intumeszenzschicht) bis zu 5 Zentimeter auf. Diese verhindert den Zutritt von Sauerstoff und von Wärme. Früher kamen Wasserglas oder Borate zum Einsatz. Heutzutage wird die Absperrfunktion von Ammoniumpolyphosphaten wahrgenommen. Als dämmschichtbildende Lacke, die auch Stahlkonstruktionen u. Kunststoffe schützen, dienen entweder Spezialkunstharze, die sich in der Hitze aufblähen oder Kombinationen aus nichtblähenden Bindemitteln und schaumbildenden Füllstoffen. Ihre Schutzwirkung erreichen Flammschutzmittel nur, wenn sie in der vorgeschriebenen Schichtstärke entweder durch Streichen, Rollen oder im Spritzverfahren aufgetragen werden.
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Buntton (Farbton)

Der Buntton bezeichnet in der Farbenlehre die Eigenschaft, nach der man Farbempfindungen z. B. nach rot, gelb oder grün unterscheidet. Er wird häufig auch als Farbton bezeichnet.
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