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Gefahrenhinweis

Ein Gefahrenhinweis (auch Sicherheitshinweis) ist eine Produktkennzeichnung, um Personen und auch andere Lebewesen, Sachen oder die Umwelt vor Schäden zu bewahren. Sicherheitshinweise sind auf der Verpackung aufgedruckt, oder in Gebrauchsanleitungen und Beipackzetteln enthalten. Teilweise sind sie mit standardisierten Gefahrensymbolen (Piltogrammen) dargestellt. (Quelle: Wikipedia)
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Gefahrenklasse

Gefahrenklassen sind die Klassen, in welche versicherte Personen oder Gegenstände nach dem Grade der Gefährdung eingeteilt werden. In den Gefahrklassen kommt die unterschiedliche Unfallbelastung, bzw. Risikobehaftung der jeweiligen Branche und Tätigkeit im Verhältnis zu den anderen Gewerbezweigen zum Ausdruck. Zum Beispiel bestimmen die Gefahrklassen neben dem Umlagesoll und der Lohnsumme die Höhe der Beiträge zur gesetzlichen Unfallversicherung.
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Gefahrensymbole

Gefahrensymbole sind Piktogramme, die zusammen mit einer bestimmten Gefahrenbezeichnung einen ersten, leicht erkennbaren Hinweis auf die Gefahren gibt. Gefahrenbezeichnungen sind explosionsgefährlich, hochentzündlich, leichtentzündlich, brandfördernd, sehr giftig, giftig, gesundheitsschädlich, ätzend, reizend, umweltgefährlich, krebserzeugend, erbgutverändernd, reproduktionstoxisch.
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Gefahrstoffverordnung

Die Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) ist eine Verordnung zum Schutz vor gefährlichen Stoffen im deutschen Arbeitsschutz und gehört zur Rechtsmaterie des Arbeitsschutzrechts und des Besonderen Verwaltungsrechts. Die Gefahrstoffverordnung wurde 1986 erstmals erlassen und gilt jetzt in der neuesten Fassung vom 1. Dez. 2010. Ein besonderes Augenmerk wurde in der neuen Fassung auf die Gefährdungsbeurteilung, auf das Schutzstufenmodell und auf ein neues gesundheitsbasiertes Grenzwertkonzept gelegt.
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Gerüstlagenschatten

Gerüstlagenschatten entstehen durch den Schattenwurf von Gerüstbestandteilen bei Sonneneinstrahlung an Fassadenflächen. Diese Schatten führen zu einem unterschiedlichen Trocknungsverhalten des Farbauftrags und so kann es zu unterschiedlichen Farbtönen kommen. Deshalb empfiehlt es sich entgegen der Sonnenlaufrichtung zu arbeiten.
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Gips

Gips (Calciumsulfat - Formel CaSO4 x 2H2O) ist ein kristallines, biegsames, hoch hygroskopisches und sehr häufig vorkommendes Mineral, das aus schwefelsaurem Kalk besteht. Naturgips entstand vor 100 bis 200 Millionen Jahren in mehreren erdgeschichtlichen Epochen. Durch Verdunsten von Wasser sedimentierte das weiße Naturgestein in flachen Meeresbuchten. Im Verlaufe der Erdgeschichte wurden diese Gipslagerstätten von anderen Gesteinsmassen überdeckt oder anderen geologischen Einflüssen ausgesetzt, so dass sie ihr Kristallwasser verloren. So entstand wasserfreies Anhydrit (CaSO4). Heutzutage ersetzt der sogenannte REA-Gips weitgehend den Naturgips. Die Abkürzung REA-Gips steht für Gips aus nassen Rauchgas - Entschwefelungs – Anlagen. REA-Gips fällt in Rauchgasentschwefelungsanlagen als Abfallprodukt in riesigen Mengen an und entsteht nach den gleichen Gesetzmäßigkeiten wie Naturgips. Während Naturgips mehrere Millionen von Jahren für die Bildung von Gipslagerstätten benötigte, läuft dieser Prozess bei REA-Gips im Zeitraffertempo von nur wenigen Stunden ab. REA-Gips wird im sogenannten Kalkwaschverfahren hergestellt. Rauchgase von Kohlekraftwerken werden nämlich durch Eindüsen von Suspensionen aus Kalkstein (CaCO3) oder Branntkalk (CaO) entschwefelt. Das Produkt der Entschwefelung ist anfangs ein Gemisch aus Calciumsulfit und Calciumsulfat und nach Oxidation mit Luftsauerstoff Calciumsulfat-Dihydrat (CaSO4 x 2H2O), allgemein als Gips bekannt. Es gibt verschiedene Gipssorten: Stuckgips, Putzgips, Spachtelgips, Ansetzgips, Haftputzgips, gipskleber, Gips für medizinische Zwecke.
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Gipsfaserplatte

Gipsfaserplatten werden im Innen- bzw. Trockenbau verwendet. Sie bestehen aus Gips und Fasern aus Recyclingpapier oder Glas und haben keine Kartonbeschichtung. Sie haben eine hohe Stabilität und können ohne weitere Imprägnierung im Naßbereich Anwendung finden. Gipsfaserplatten weisen gutes Brandschutzverhalten auf Baustoffklasse A2 nicht brennbar nach DIN 4102).
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Gipskartonplatte

Gipskartonplatten bestehen aus zwei Schichten feinem Karton mit einem 9.5 bis 25 mm starken Kern aus Gips. Stabil werden die Platten durch die beidseitige Kartonage, welche die Zugkräfte aufnimmt. Gipskartonplatten gehören der Baustoffklasse A2, nicht brennbar nach DIN 4102, an.
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Gipsplattentypen

Gipsplattentypen werden durch die DIN EN 520 und die DIN 18180 festgelegt. Sie definieren die Mindestanforderungen an die Eigenschaften des Produktes wie z. B. Scherfestigkeit, Größenmaße, Wasseraufnahmefähigkeit, Härte, Dichte und Brandschutz. » Mehr zu den neuen Normen
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Gipsputz

Gipsputz besteht aus Gips, Naturzuschlag (Sand, Kalksteinmehl), Wasser und Zusatzstoffen (Abbindeverzögerer). Er ist nicht feuchteresistent und eignet sich nur im Innenbereich, nicht für Nassräume. Das Erscheinungsbild ist heller als Kalk- bzw. Zementputz. Er besitzt wasserdampfdiffundierende, teilweise feuchtigkeitsregulierende und antistatische Eigenschaften. Gipsputze haben ein Porenvolumen zwischen 50 und 65 Vol.-Prozent und besitzen ein offenporiges Gefüge mit relativ großen Kapillaren. Dadurch wird der Wassertransport beschleunigt und eine schnell Trocknung bis zur Gleichgewichtsfeuchte gefördert. Gipsputze können auch für den Brandschutz eingesetzt werden. Kristallwasser verdampft im Brandfall und bildet auf der dem Feuer zugekehrten Seite einen brandhemmenden Dampfnebel. Die Verarbeitung von Gipsputz erfolgt per Hand (Handputz) oder maschinell (Maschinenputz). Gipsputz ist heller als Kalk-, bzw. Zementputz. Anzuwendende Normen: VOB Teil C, DIN 18 350 1/2005 = Putz- und Stuckarbeiten, DIN EN 998-1 = Putzmörtel, DIN 18 550 V:04.2005 = Putz, DIN EN 13 914-2:2005 = Planung, Zubereitung und Ausführung von Innen- und Außenputzen, Teil 2: Innenputz.
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Gitterschnitt

Abb.10) Gitterschnittklinge

Der Gitterschnitt ist ein mechanisches Prüfverfahren, mit dem die Haftfestigkeit von Beschichtungen (z. B. Lack-, bzw. Dispersionsanstriche) geprüft werden kann. Bei dieser Methode werden mit einer scharfen Klinge, bzw. mit einem Gitterschnittmesser, etwa 6 bis 10 bis auf den Untergrund durchgehende Parallelschnitte im Abstand von 1 mm bis 3 mm und im rechten Winkel ausgeführt, so dass ein Gittermuster entsteht. Die Schnittabstand ist von der Schichtstärke der zu prüfenden Beschichtung abhängig: < 60µm = 1mm Schnittabstand, 60µm - 120µm = 2mm Schnittabstand, 120µm = 3mm Schnittabstand. Über das Schnittgitter wird ein Klebeband (mit einer Klebkraft von 10 ± 1 Newton je 25 mm Breite, geprüft nach IEC 454-2) gedrückt und im Winkel von 60° zur Zugrichtung innerhalb ½ bis 1 Sekunde abgezogen. Danach wird das Schnittmusterbild mit der Gitterschnitt-Kennwerttabelle verglichen.

Glanzgrad

Der Glanzgrad beschreibt den Grad der Reflexion von Licht an der Oberfläche der Beschichtung. Messungen werden mit speziellen Glanzmessgeräten durchgeführt. Die neue EN ISO 2813 hat die Glanzgrade neu eingeteilt: G1 = glänzend, G2 = mittlerer Glanz, G3 = matt. Marktüblich für Lacke sind in Deutschland die Glanzgrade: Stumpfmatt = Glanzgrad <5%, matt = Glanzgrad <10%, seidenmatt = Glanzgrad <30%, seidenglänzend = Glanzgrad <50%, halbglänzend = Glanzgrad <70%, glänzend bzw. hochglänzend = Glanzgrad <90%.
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Abb.11) Gitterschnitt-Kennwerttabelle


Glimmer

Abb.12) Glimmer

Als Glimmer (auch Glimmergruppe) bezeichnet man eine Gruppe von komplexen Aluminium-Silikat-Mineralien. Ihre Farbe variiert von Weiß bis Braunschwarz und seltener Grün oder Rosa. Die Strichfarbe ist Weiß. Charakteristisch für die Minerale der Glimmergruppe ist die perfekte Spaltbarkeit. Die dünnste produzierbare Plättchendicke hängt nur vom jeweiligen mechanischen Verfahren ab, da sich Glimmer fast beliebig oft spalten lässt. Die chemische Zusammensetzung von Glimmer ist sehr unterschiedlich und richtet sich nach den Eisen-, Kalium-, Magnesium- und Aluminium-Anteilen. Glimmertypen sind: Muskovit Glimmer= Kalium-Aluminium-Silikat, Phlogopit Glimmer = ein Magnesium-Eisen-Aluminium-Silikat, Biotit Glimmer = mit dem höchsten Eisenanteil dieser Glimmersorten. Glimmervorkommen gibt es in Europa, Nord- und Südamerika, Indien, Afrika, China. Bei der kostengünstigeren Trockenvermahlung wird die Plättchenstruktur des Glimmers weitgehend zerstört. Bei der aufwändigeren Nassvermahlung, bleibt die Plättchenstruktur erhalten. Für Farben wird gemahlener Glimmer typischerweise als Füllstoff genutzt. Eisenglimmer dient zur Herstellung von hochwertigen Rostschutzfarben. Eisenglimmerfarbe wurde früher in alten Lehrbüchern als Schuppenpanzerfarbe bezeichnet.
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Grundierung

Als Grundierung (Primer) bezeichnet man ein Anstrichmittel, mit dem man den Untergrund für nachfolgende Anstrichschichten tragfähig macht. Die Auswahl des Grundierungsmittels erfolgt nach Art und Zustand des Untergrundes, nach der gewünschten Schutzfunktion und der Wahl des Anstrichaufbaus. Grundierungen sind Haftvermittler und dienen zur Festigung mineralischer Untergründe, zum Absperren durchschlagender Nikotinschichten, zur Verringerung der Saugfähigkeit oder haben als Holzschutz bakterizide, fungizide oder insektizide Wirkung.
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Grundputz

Der Grundputz hat die Aufgabe, die rohe, uneben gemauerte oder betonierte Wand zu glätten und für weitere Putzschichten einen tragfähigen Untergrund zu bilden. Je nach Weiterbearbeitung besteht er aus Kalk-, Zement-, Gips- oder Kunststoffputz.
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